Nürnberger Ingenieurgesellschaft steigerte den Gesamtumsatz um 3,4 Prozent ...
Nürnberger Ingenieurgesellschaft steigerte den Gesamtumsatz um 3,4 Prozent - Rückgang im Inlandsgeschäft Auslandsgesellschaften legten deutlich zu - Mit derzeit 330 Mitarbeitern größter Ingenieur-Dienstleister in Süddeutschland - 45 offene Stellen - Fachkräftemangel ist der "limitierende Faktor"
Nürnberg: Der Nürnberger Ingenieur-Dienstleister is Industrial Services AG hat das schwierige Jahr 2002 erfolgreich gemeistert und gegen den Branchentrend den Konzernumsatz um 3,4 Prozent auf rund 22,4 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) verbesserte sich um 22,5 Prozent von 8 auf 9,8 Punkte. Zu diesem positiven Ergebnis haben maßgeblich die Auslandgesellschaften in den USA und Österreich beigetragen. Ihr Anteil am Gruppenumsatz ist im Jahr 2002 auf 50 Prozent gestiegen. Das Inlandsgeschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr leicht rückläufig. Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 330 (Vorjahr 370) Ingenieure und Techniker und ist damit die größte Ingenieurgesellschaft in Süddeutschland.
Entwicklung zum internationalen Konzern
Die is Industrial Services AG bietet Engineering-Dienstleistungen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Antriebstechnik, Automatisierungs- und Steuerungstechnik, Gebäudetechnik sowie der Verlagerung und Modernisierung von Produktionsanlagen an. Seit der Gründung im Jahr 1990 hat sich das Unternehmen vom Ingenieurbüro zu einem international tätigen Konzern entwickelt. is ist bundesweit mit Niederlassungen vertreten und hat Auslandsgesellschaften in den USA und Österreich. Zur Gruppe gehört außerdem die is Industrie Software GmbH.
Für Peter Dinstühler, Gründer und Vorstandsvorsitzender der is Industrial Services AG, ist die positive Geschäftsentwicklung das "logische Ergebnis" eines tiefgreifenden Umbaus seines Unternehmens in den letzten beiden Jahren. "Wir haben", so Dinstühler, "konsequent unsere Qualitätsstrategie ausgebaut und konzernweit umgesetzt. Das bedeutet auch, dass wir unser Profil geschärft und uns auf unsere Kerngebiete konzentriert haben. Gleichzeitig haben wir unseren Konzern durch die Entwicklung eines eigenen EDV-Systems von Raum und Zeit unabhängig gemacht. Dies versetzt uns in die Lage, weltweit mit größter Flexibilität zu reagieren. Dadurch können wir unseren durchschnittlichen Jahresertrag in Zukunft verdoppeln."
Qualität ohne Kompromisse
Ein Hauptaugenmerk beim Konzernumbau galt der Qualifikation der Mitarbeiter. Dinstühler: "Wir mussten vor zwei, drei Jahren in den Zeiten der Ingenieur-Verknappung wie alle anderen Unternehmen auch viele Kompromisse bei der Qualität unserer Mitarbeiter eingehen. Das hat sich gerächt. Hier haben wir im vergangenen Jahr gegengesteuert, was sich auch im Rückgang der Mitarbeiterzahlen bemerkbar gemacht hat." Derzeit sind innerhalb der Gruppe 45 Stellen offen. "Es klingt paradox", sagt Peter Dinstühler, "aber wir finden einfach keine entsprechenden Fachleute auf dem Arbeitsmarkt. Meist scheitert eine Einstellung an der unzureichenden Qualifikation oder an der mangelnden Mobilität der Bewerber."
Starkes Auslandsgeschäft
Während sich die Geschäfte im Inland leicht rückläufig entwickelten, legten die is Industrial Services GmbH (Salzburg, Österreich) mit 32,1 Prozent und die Global Engineering Services, Inc. (Atlanta, USA) mit zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr kräftig zu. "Lässt man die Währungseinflüsse unberücksichtigt", erläutert Finanzvorstand Martin Auer, "hat das Geschäft in den USA sogar eine Steigerung von rund 15 Prozent erzielt." is ist in den Vereinigten Staaten der größte Dienstleister für europäische Automatisierungssysteme. Der Anteil am Gruppenumsatz der amerikanischen Gesellschaft ist innerhalb von nur drei Jahren von 13 auf 36 Prozent gestiegen.
Weiteres Wachstum geplant
Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern eine weitere Umsatzsteigerung von rund fünf Prozent. Das Auslandsgeschäft soll auf etwa 55 Prozent wachsen. Peter Dinstühler gibt sich zuversichtlich: "Selbst bei stagnierenden Umsatzzahlen werden wir auf Grund der strukturellen Maßnahmen das Ergebnis um rund 1,2 Millionen Euro verbessern."
Ziel des Nürnberger Unternehmens ist es außerdem, die Systempartnerschaften mit großen Unternehmen weiter auszubauen. is ist schon heute Partner der Siemens AG im Bereich des weltweiten Engineerings von Mittelspannungsanlagen und Systempartner der DaimlerChrysler AG im Bereich der Punktschweißanlagen im Automobilbau. Gründungen von weiteren Gesellschaften sind im laufenden Geschäftsjahr nicht geplant. Martin Auer: "Unser wichtigsten Augenmerk gilt zunächst der Steigerung unserer Eigenkapitalbasis. Gleichwohl laufen bereits die Vorbereitungen für einen späteren Einstieg in die Wachstumsmärkte Südafrika, Asien und Südamerika." Das Einzige, was die is Industrial Services AG an der Umsetzung ihrer ehrgeizigen Pläne hindern kann, ist nach Einschätzung von Peter Dinstühler der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern: "Das Personal ist und bleibt der limitierende Faktor im Engineering."
Ansprechpartner:
Peter Dinstühler
Telefon +49 (0)911-99 350-112